Die Immobilienhochschule
Forschungsgemeinschaft STROM

Gemeinsam forschen. Zukunft gestalten.

Die FG STROM ist ein herstellerunabhängiger Zusammenschluss von Immobilienunternehmen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung sowie des BFW Nordrhein-Westfalen. Sie entwickelt gemeinschaftlich Konzepte und Lösungen zur Stromnutzung in Immobilien, die zum Ersatz fossiler Energieträger benötigt werden. Die Forschungsgemeinschaft wird von der EBZ Business School koordiniert.

Wer wir sind

Neben der Lösung technischer Fragestellungen geht es auch um die Positionierung der Immobilienwirtschaft in diesem wichtigen Anwendungsfeld. Die Forschungsgemeinschaft STROM soll daher auch politische Entscheidungsprozesse begleiten, um Anforderungen der Immobilienwirtschaft bei der Gestaltung des Energiesystems in Deutschland einzubringen.

Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Strom

Ausgangssituation

Die wirtschaftliche Dekarbonisierung der Bestände stellt Immobilien- und Wohnungsbau-Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Strategien der Vergangenheit haben sich flächendeckend bis 2045 als nicht finanzierbar und nicht wirtschaftlich herausgestellt. Strom, regenerativ erzeugt, wird bei der Dekarbonisierung eine Schlüsselrolle spielen.

Private Haushalte verbrauchen heute mit 130 TWh 30 % des Gesamtstromverbrauches, während die Elektromobilität aktuell ca. 1 % benötigt. Gebäude spielen somit eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung einer CO2-freien Stromversorgung und bei der Stabilisierung der Verteilnetze.

Strom aus Dachanlagen muss Vorrang haben: Insbesondere auf Mehrfamilienhäusern in Ballungsräumen wird dieser lokal verbraucht und muss nicht über weite Entfernungen transportiert werden. Gebäude sind thermische Energiespeicher und besitzen in immer größerem Umfang elektrochemische Speicher.

Da sich auf den Gebäuden heute Strom zu sehr wirtschaftlichen Konditionen produzieren lässt, wandert der Fokus bei der Dekarbonisierung zu anlagentechnischen Konzepten wie dem großflächigen Einsatz von Wärmepumpen und PV-Anlagen. Ein lokales Energiemanagement verhindert eine Überlastung der Verteilnetze.

Ziele der FG STROM

Stromkosten senken

Über eine intelligente Stromnutzung und -produktion in Gebäuden lassen sich Stromkosten für die Gebäudenutzer senken.

Verteilnetze entlasten

Ausbaukosten des Verteilnetzes können reduziert werden, wenn elektrische Energie im Gebäude intelligent gesteuert wird.

Demand-Side-Management etablieren

Ein flächendeckendes Demand-Side-Management muss mit Wärmepumpen sowie Batteriespeichern kombiniert werden.

Transformation begleiten

Die Forschungsgemeinschaft begleitet den Transformationsprozess zu einer umfassenden Stromnutzung in Immobilien systematisch.

Rechtliche Rahmenbedingungen optimieren

Die Forschungsgemeinschaft identifiziert regulatorische Hemmnisse und bringt die Anforderungen der Branche in politische Entscheidungsprozesse ein.

Gemeinsam Pilotprojekte durchführen

Gemeinsam entwickelte Lösungsansätze werden in Pilotprojekten erprobt, ausgewertet und für eine breite Anwendung weiterentwickelt.

Wie wir zusammenarbeiten

Regelmäßige Treffen

Die FG STROM trifft sich regelmäßig.

Themen priorisieren

Die Mitglieder priorisieren gemeinsam relevante Fragestellungen.

Ausarbeitung

Die EBZ Business School arbeitet die Themen fachlich aus.

Geschäftsmodelle

Entwicklung von Geschäftsmodellen und Bündelung finanzieller Ressourcen.

Forschungsprojekte

Die EBZ beantragt in Abstimmung mit den Mitgliedern Forschungsprojekte.

Stimmen aus der Forschungsgemeinschaft

Porträt von Andreas Otto
Für die sozialorientierte Wohnungswirtschaft wird die intelligente Nutzung von Strom zu einer Schlüsselaufgabe. Wenn wir bezahlbaren und zugleich zukunftsfähigen Wohnraum sichern wollen, müssen PV, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur, Speicher und Lastmanagement zusammen gedacht werden – technisch, wirtschaftlich und regulatorisch. Die Forschungsgemeinschaft Strom bietet dafür einen wichtigen Raum: praxisnah, herstellerunabhängig und mit dem gemeinsamen Ziel, Lösungen zu entwickeln, die nicht nur CO₂ reduzieren, sondern auch für unsere Mitglieder und Mieterinnen und Mieter tragfähig bleiben.
Andreas OttoGeschäftsführender VorstandGifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft eG
Porträt von Rolf Schettler
Die wirtschaftliche, dezentrale, netzschonende Stromerzeugung direkt an und in unseren Immobilien ist nach unserer Überzeugung die entscheidende Stellschraube zum Gelingen einer nachhaltigen Energiewende. Dabei hat der Immobilienbestand einen vielfach so großen Impact im Vergleich zur Automobilität. Um praktikable, wirtschaftlich und technisch sinnvolle Modelle zu entwickeln, engagieren wir uns in der von der EBZ-Business School initiierten Forschungsgemeinschaft.
Rolf SchettlerGeschäftsführender GesellschafterSchettler Immobilien-Gruppe
Porträt von Jakob Langen
Dekarbonisierung, erneuerbare Energien, Dezentralisierung von Erzeugung: Der Energiemarkt steht vor einem substanziellen Wandel, und wir als Immobilienwirtschaft müssen dabei eine wichtigere und aktive Rolle spielen. Wir sind Teil der Forschungsgemeinschaft, um ein besseres Verständnis dieser Rolle zu entwickeln, gemeinsam Pilotprojekte durchzuführen und mit starker und vereinter Stimme am politischen Diskurs teilzunehmen.
Jakob LangenGeschäftsentwicklung und GeschäftsleiterDLL – Dr. Dieter Langen Liegenschaften
Porträt von Sara Broß
Als Bauverein Wesel AG sind wir davon überzeugt, dass Strom im Zuge der Dekarbonisierung von Wohnungsbeständen zu dem zentralen Energieträger wird. Durch die Erzeugung und intelligente Nutzung von erneuerbarem Strom in unseren Liegenschaften sehen wir die Chance, langfristig Betriebs- und Heizkosten für unsere Mieter*innen zu stabilisieren, die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten und zugleich unabhängiger von volatilen Energie- und Rohstoffmärkten zu werden.

Die Forschungsgemeinschaft Strom bietet uns die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu verstehen, Erfahrungen mit anderen Akteuren auszutauschen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen für die Energie der Zukunft zu entwickeln. So möchten wir den Wandel der Energieversorgung aktiv mitgestalten und die Erkenntnisse in konkrete Mehrwerte für unseren Wohnungsbestand und unsere Mieter*innen überführen.
Sara BroßNachhaltigkeitsmanagerinBauverein Wesel AG
Porträt von Constantin Koslowski
Die Elektrifizierung der Gebäudeversorgung erhöht die Komplexität unserer Energiesysteme und erfordert neue, praxisnahe Lösungsansätze. Insbesondere die Gestaltung von technisch und wirtschaftlich nachhaltigen Lösungen ist ein wichtiger Baustein, um die vor uns liegenden Aufgaben zu bewältigen. Durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis kann die FG-Strom der EBZ einen wichtigen Beitrag dazu leisten.
Constantin KoslowskiKaufmännischer Leiter und ProkuristEnergie-Direkt GmbH
Prof. Viktor Grinewitschus – Ansprechpartner FG Strom