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Bildungsinfrastruktur und Wohnungswirtschaft - Herausforderungen und Mehrwerte einer integrierten Stadt- und Quartiersentwicklung (2012-2013)

Quartiere rücken zunehmend in den Fokus von Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Ebene des Stadtquartiers gewinnt für die Akteure der Stadtentwicklungspolitik an Bedeutung, um umsetzungsorientierte Lösungsansätze für zunehmend komplexere Fragestellungen zu generieren und zu erproben. Gerade in sogenannten Problemquartieren unterstützen Investitionen in Bildungseinrichtungen die soziale Stabilisierung.

In diesem Zusammenhang können Wohnungsunternehmen durch ein aktives Engagement doppelt profitieren: Erstens als Projektentwickler und zweitens durch die positiven Ausstrahlungseffekte der Bildungseinrichtungen auf die Quartiere. Insbesondere kommunal(nah)e Wohnungsunternehmen treten in diesem Kontext und im Sinne einer integrierten Quartiersentwicklung verstärkt bei der Bereitstellung von Bildungsinfrastruktur als Akteure auf.

Die Studie »Bildungsinfrastruktur und Wohnungswirtschaft: Herausforderungen und Mehrwerte einer integrierten Stadt- und Quartiersentwicklung« wurde als Eigenforschungsprojekt am InWIS – Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung durchgeführt und durch die EBZ Business School in Bochum gefördert. Ziel der explorativ angelegten Studie war es, erste Erkenntnisse über die Mehrwerte und die Hemmnisse des wohnungswirtschaftlichen Engagements für Bildungsinfrastrukturen und insbesondere für eine integrierte Quartiersentwicklung zu gewinnen. Dabei standen folgende Analyseziele im Vordergrund:

  • Untersuchung und Darstellung der jeweiligen Zielsetzungen und des Nutzen des quartiersbezogenen Engagements durch kommunal(nah)e Wohnungsunternehmen.
  • Analyse der strategischen Herangehensweise und der Organisation innerhalb der Unternehmen und mit den beteiligten Akteuren.
  • Untersuchung von Herausforderungen des Engagements der Wohnungswirtschaft für die Verbesserung von Bildungsinfrastruktur im Quartier.

Zur Erreichung dieser Zielsetzung wurden zwei Beispielprojekte betrachtet: die Modellprojekte »Hamburg Süd« mit einem konkreten Teilprojekt in Hamburg Harburg (SAGA GWG) und die »Integrierte Stadtteilschule Mühlenberg« (GBH Hannover). Während der Analysefokus auf dem Fallbeispiel Hamburg lag, diente Hannover als ergänzendes Fallbeispiel, so dass aufgrund der bislang wenig bekannten Schulbauprojekte durch Wohnungsunternehmen weitere Erkenntnisse in dem Forschungsgebiet gewonnen werden konnten. Auf diese Weise konnten Ausgangslage, Rahmenbedingungen und Lösungsansätze von zwei unterschiedlichen Beispielprojekten verknüpft betrachtet werden.

Ergebnisse des Projekts wurden in Form von Zeitschriftenbeiträgen publiziert (s. Vorträge/Publikationen)

 

Forschungsfeld 4:Stadt- und Quartiersentwicklung
Fördermittelgeber:Eigenforschung des EBZ