Studienanfänger entwickeln schon am ersten Tag Nutzungskonzepte für City-Grundstück
Muss sich zum Beginn des Studiums alles ausschließlich um organisatorische Fragen drehen? An der EBZ Business School offenbar nicht: Hier stellte man den 27 neuen Studierenden gleich am ersten Tag die Aufgabe, Nutzungsvorschläge für ein unbebautes Grundstück an der Bochumer Innenstadt zu erarbeiten. Die Ergebnisse waren durchdacht und intelligent, beeindruckten den Rektor und führten zugleich auch den angehenden Führungskräften vor Augen, wie facettenreich die Arbeit mit Immobilien ist.
Gerade erst hatte Rektor Prof. Dr. Volker Eichener den Studierenden noch grundlegende Informationen zum Verlauf des Studiums vermittelt, da legte er ihnen auch schon ein Satellitenbild vor. Das darauf abgebildete unbebaute Grundstück liege nah bei der Bochumer City, nur wenige Fußminuten vom Hauptbahnhof und der U-Bahn-Linie U35 entfernt. Die Aufgabe der Studierenden: In Zweier-Gruppen sollten sie nun ein Nutzungskonzept für dieses Grundstück erstellen, Vorschläge für seine weitere Verwendung machen und sie im Anschluss ihren Kommilitonen präsentieren.
„Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir gleich am ersten Tag eine solche Aufgabe erhalten würden“, gibt Jill Lanfermann zu. Die 23jährige ist für die Evonik Wohnen GmbH in Essen tätig. Erst im Jahr 2010 hatte sie vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen ein Stipendium erhalten, das jährlich an die drei besten frisch gebackenen Immobilienkaufleute vergeben wird. „Es war schon interessant, dass uns gleich zu Beginn des Studiums so anschaulich gezeigt wurde, was alles beachtet werden muss.“
Kreativ und intelligent waren viele der Vorschläge, die die Studierenden einbrachten: altengerechte Wohnungen und eine Mischnutzung für den Einzelhandel waren ebenso darunter wie ein öffentlicher Park, Studentenwohnheime, ein Hotelneubau oder ein citynah gelegenes Wellness-Bad. Eichener arbeitete gemeinsam mit den angehenden Führungskräften heraus, welche Schritte für ein solches Projekt notwendig sind und leitete sie durch Marktanalyse, Ermittlung der Nutzerbedürfnisse, Standortanalyse und zuletzt die Berücksichtigung der politischen und planungsrechtlichen Rahmenbedingungen.
„Das Ziel der Übung war es ja nicht, die eine, seligmachende Antwort zu finden“, erklärt Eichener. „Aber ich denke, dass die Aufgabe unseren neuen Studierenden schon sehr gut vermittelt hat, wie facettenreich eine Tätigkeit in der Immobilienwirtschaft ist.“ Viele der betriebswirtschaftlichen und strategischen, juristischen und politischen Fragen, die die Suche nach geeigneten Nutzungskonzepten bei ihnen aufgeworfen hat, werden die Studierenden in den kommenden sechs Semestern auf dem Weg zum Abschluss Bachelor of Arts Real Estate oder Bachelor of Arts Business Administration wieder treffen. „Wir werden ihnen nun Schritt für Schritt zeigen, wie man diese Fragen analytisch beleuchtet und beantwortet“, so Volker Eichener.
Klaus Leuchtmann, Vorstandsvorsitzender des EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und Geschäftsführer der EBZ Business School, sieht die Hochschule weiter auf Wachstumskurs: „Unser inhaltliches und didaktisches Konzept, die enge Verbindung von beruflicher Praxis und erstklassiger Lehre, geht offenbar voll auf. 344 Studierende besuchen heute die EBZ Business School. Damit übertreffen wir zu diesem Zeitpunkt, vergleichsweise kurz nach der Gründung unserer Hochschule, die eigenen Erwartungen“, so Leuchtmann. „Das Interesse an hochwertig ausgebildeten Top-Leuten ist groß und zeigt, was für eine bewegte und moderne Branche die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist.“




