Der Rektor der EBZ Business School überreicht Geschenke aus Moskau-Domodedovo an die Oberbürgermeisterin
Die Partnerschaft Bochum-Moskau entwickelt sich
Ein Schreiben ihres Amtskollegen Herrn Dr. Dmitrij Gorodetzkij, einen Teller mit dem Stadtwappen und mehrere Bildbände über Russlands Sehenswürdigkeiten nahm Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz heute in Empfang. Der Rektor der EBZ Business School in Bochum-Springorum, Prof. Dr. Volker Eichener, hatte sie von einer Exkursion aus Moskau-Domodedovo mitgebracht und heute im Rathaus übergeben.
Die vor genau einem Jahr neu gegründete private Hochschule, die sich auf betriebswirtschaftliche und immobilienwirtschaftliche Studiengänge spezialisiert, hatte vor einigen Wochen mit dreizehn Studierenden und Wissenschaftlern eine Exkursion zu ihrer Partnerhochschule, der Staatlichen Russischen Universität für Geisteswissenschaften, unternommen. Während einer hochrangig besetzten Konferenz im Rathaus von Domodedovo hatte der Rektor der EBZ Business School einen Gruß der Bochumer Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz an den Stadtdirektor Dr. Dmitrij Gorodetzkij überreicht.
Zugleich hatte Herr Dr. Gorodetzkij die Gelegenheit genutzt, sich durch die Bochumer Wissenschaftler in Fragen der Stadtentwicklung beraten zu lassen. Domodedovo ist die Vorstadt von Moskau, die den internationalen Flughafen beherbergt, und einer der dynamischsten Standorte für Investoren in den wachsenden russischen Markt. Von zwei auf neun Startbahnen soll der Flughafen bis 2050 wachsen und die Stadt Domodedovo von 126.000 auf sage und schreibe 900.000 Einwohner.
Vier Empfehlungen gab Prof. Eichener den russischen Politikern. Erstens von vornherein hochleistungsfähige Bahnverbindungen zum Flughafen und in die Moskauer Innenstadt bauen, damit Domodedovo nicht der PKW-Verkehr über den Kopf wächst. Zweitens hochwertige Wohngebiete für die Manager westlicher Unternehmen ausweisen, die in Domodedovo attraktive Lebensbedingungen vorfinden wollen. Drittens eine internationale Schule und einen internationalen Kindergarten bauen. Und viertens für Kultur, Gastronomie und Nightlife sorgen – ein Gebiet, wo Domodedovo besonders viel von Bochum lernen könne.
Umgekehrt nahmen die Bochumer Studierenden von ihrer Exkursion den Eindruck mit, welche Potentiale der russische Markt für deutsche Investoren bietet. „Alle zwei Jahre“, beobachtete Prof. Eichener, „machen die russischen Bauprojekte einen Qualitätssprung, für den der Westen ein Jahrzehnt gebraucht hatte.“ Und: „In vielen Bereichen hat Russland das westliche Niveau erreicht. Und in der Bevölkerung hat sich eine Mittelschicht entwickelt, die trotz Wirtschaftskrise beachtlichen Wohlstand aufweist.“
Bei solchen Entwicklungsperspektiven ist Russland ein interessanter Markt – auch für Bochumer Unternehmen. Und Domodedovo, so Eichener, ist aufgrund seines Flughafens „der attraktivste Standort für westliche Investoren“ außerhalb der Moskauer City, die unter astronomischen Immobilienpreisen und Verkehrsinfarkt leidet.
Auf der wissenschaftlichen Ebene wird die Kooperation Bochum-Moskau weiter wachsen. In seinem Brief brachte der russische Stadtdirektor aber auch zum Ausdruck, dass er sich wünscht, dass die Städte Bochum und Domodedovo näher zueinander finden. Das Stadtwappen ist hier Symbol: Es zeigt drei weiße Steine, auf die man bauen kann: Die Steine, aus denen der Kreml erbaut wurde, sind in Domodedovo aus der Erde geholt worden.
Die EBZ Business School, die ihren Campus in Bochum-Springorum hat, bietet duale Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaft und Immobilienwirtschaft an. Zu dem praxisorientierten Studienmodell gehört, dass die Studierenden durch Exkursionen Auslandserfahrungen sammeln. Neben der Universität von Moskau-Domodedovo kooperiert die EBZ Business School mit der ETH Zürich, der Fachhochschule St. Gallen, der Virginia Tech University und seit neuestem auch mit der Tongji Universität in Schanghai.



