Studierendenaustausch mit der Tongji University in Schanghai geplant

Michael Neitzel, Geschäftsführer InWIS, Prof. Dr. Xuyi Wang, Tongji University, Prof. Dr. Volker Eichener, Rektor EBZ Business School, Matthias Wirtz, Geschäftsführer InWIS Forschung & Beratung, Sonja Pieniek, InWIS

Bochum, 10. Dezember 2009. Heute hatten die EBZ Business School und ihr Forschungsinstitut InWIS Besuch aus China. Prof. Dr. Xuji Wang von der School of Economics & Management der Tongji University in Schanghai informierte sich über Möglichkeiten für Forschungskooperationen und einen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern.

 

 

 

Die Tongji University betreibt zusammen mit dem Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK), das den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern zwischen beiden Ländern fördert. Eine weitere Besonderheit: Das CDHK ist das einzige akademische Austauschzentrum in China, dessen Arbeitssprache deutsch ist – die meisten chinesischen Dozenten und Studierenden beherrschen die deutsche Sprache.

Prof. Wang erläuterte insbesondere die Möglichkeit, dass Studierende der EBZ Business School sich ein- bis zwei Wochen lang in Schanghai aufhalten und an speziellen Vorlesungen, Betriebsbesichtigungen und einem Freizeit- und Kulturprogramm teilnehmen – genug Gelegenheit, um intensive interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Die EBZ Business School zertifiziert solche internationalen Exkursionen auf den Abschlusszeugnissen und vergibt Credit Points für Prüfungsleistungen, die im Zusammenhang mit solchen Exkursionen abgelegt werden.

Der Rektor der EBZ Business School lud im Gegenzug Studierende aus China nach Bochum ein.

Inhaltlich sind die Kontakte nach China besonders interessant, weil der chinesische Immobiliensektor insbesondere in der stark wachsenden Region Schanghai auch deutschen Projektentwicklern und Finanzierungsinstituten hervorragende Chancen bietet. Wegen des hohen staatlichen Einflusses auf den chinesischen Immobiliensektor (so bleiben die Grundstücke grundsätzlich in der Hand des Staats – es werden lediglich Erbbaurechte vergeben) ist die globale Finanzkrise gänzlich am chinesischen Markt vorbeigegangen. Im Gegenteil, allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 sind die Immobilienpreise um 30% gestiegen und erreichen inzwischen das 40fache einer Jahresmiete.

Die InWIS-Forscher witterten angesichts dieser Information sofort den Verdacht, dass sich in China eine ähnliche Preisblase bilden könnte, wie sie in den USA die Finanzkrise ausgelöst hatte – in jedem Fall eine spannende Forschungsfrage, um China in eine international vergleichende Studie über Ursachen und Folgen der Immobilienkrise einzubeziehen, die derzeit am InWIS zusammen mit Professoren der EBZ Business School projektiert wird.

Mit der Planung eines wechselseitigen Studierendenaustauschs erweitert die EBZ Business School ihr internationales Kooperationsprogramm um ein weiteres Land. Exkursionen nach London sind bereits Routine; erst vor wenigen Wochen war eine Gruppe von Studierenden in Moskau-Domodedovo; im Mai 1010 erwartet die EBZ Business School eine Delegation von der Virginia Tech University, und Exkursionen an die ETH Zürich und die FHS St. Gallen sind in Vorbereitung.

<< zur Übersicht zurück